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Der Krach quält die Kinder!     

Wissenschaftler haben es untersucht: Lärm in Deutschland ist eine große Gefahr für Kinderohren. 

Nicht Kinder machen immer Krach und gehen damit den Erwachsenen auf die Nerven! Nein! Der Krach der Erwachsenenwelt quält die Kinder und macht sie krank!

 
Krach 1

Jeden Tag bekommen Kinder „etwas auf die Ohren“. Das Umweltbundesamt hat die Auswirkungen von Alltagslärm auf Kinder zwischen 2003 und 2006 untersucht. Und das Ergebnis, der Studie, die im April 2009 veröffentlicht wurde, lautet:

Jedes sechste Kind in Deutschland wohnt an stark befahrenen, lauten Strassen.

Jedes achte Kind hört bereits deutlich schlechter als die anderen, d.h. die normale  - gesunde - Hörfähigkeit ist bei diesen Kindern nachweisbar vermindert!

 

1.048 Kinder im Alter zwischen drei und vierzehn Jahren aus 150 deutschen Ortschaften und Städten wurden eine zeitlang genau beobachtet: zum Beispiel wie gut oder schlecht sie schlafen. Man hat den Lärmpegel in ihrer Umgebung gemessen, Hörtests und Interviews gemacht und die Kinder wurden auf Stressanzeichen untersucht.

Durch den Lärm fühlen sich Kinder unwohl. Aber das ist nicht alles. Nach und nach zerstört er ihren Hörsinn! Das alarmierende Ergebnis macht klar: Wenn wir so weiter machen, werden wir eine Gesellschaft sein, die immer weniger hören kann. Und was würde das bedeuten? Genau: wir würden noch lautere Geräusche fordern, damit wir überhaupt etwas verstehen! Das ist wie Lärm im Klassenzimmer oder auf dem Spielplatz. Es wird lauter und lauter, wenn jeder den anderen übertönen will und keiner mehr was versteht... ein Teufelskreis!

 

Schall-Müll?!

Es ist eine schwierige Sache mit dem Lärm. Wann richtet er Schaden an?

Menschen (und Tiere) brauchen den Schall für die Kommunikation, die Orientierung und als Warnsignal. Das heißt, wir brauchen eine geräuschvolle Umwelt! Und unsere Ohren sind von der Natur extra sensibel eingerichtet! Aber wann ist es zuviel Schall? Wann schadet er uns? Und wann schädigt er die Kinder, die sich nicht wehren können?

 
Krach 2

Genau das wollte die Untersuchung feststellen. Tatsache ist jetzt, dass unsere geräuschvolle Umwelt vor allem in den Städten den Kindern schadet. Sie verlieren ihre Hörfähigkeit, denn sie leben in einer zu lauten Welt. Wir haben zuviel Schall-Müll!

 

Das bedeutet: „Wir müssen Kinder gegen Lärm schützen!“ 

Aber wie kann das gehen? Die Untersuchung ist ein erster, wichtiger Schritt. Jetzt muss gehandelt werden: Der nächste Schritt ist: Information! Jeder muss über die Gefahren informiert werden - alle müssen bescheid wissen, dann können alle etwas für sich und vor allem für die Kinder tun!

 

"Lärm trennt" - Tag gegen Lärm 2011  

Auch du, deine Klasse oder deine Schule - ihr könnt aktiv werden und am 27. April 2011 beim 14. Tag gegen Lärm mitmachen! Genau um 14.15 Uhr könnt ihr alle zusammen 15 Sekunden lang alle Geräusche vermeiden und in die Stille lauschen:

Gestaltet gemeinsam einen ganzen Tag für das Hören!

 

"Wir sind mitverantwortlich dafür, wie unsere Umgebung klingt", sagt der Vorsitzende der INITIATIVE HÖREN Prof. Karl Karst. Die INITIATIVE HÖREN macht seit Jahren auf die Bedeutsamkeit des Hörens insgesamt aufmerkam und engagiert sich gemeinsam mit der DEGA zum Tag gegen Lärm.

radio108.de-Infos zum Tag gegen Lärm und über Gefahren durch Lärm und über Gehörschutz findest hier:

- Der Tag gegen Lärm und für gutes Hören

- Wie Profi-Musiker ihr Gehör schützen

- Du und dein MP3-Player - ein gutes Team?

- Laute Klassen – schlechte Konzentration

- Mit dem Körper hören - Gehörlose machen Musik

- Sport GANZ OHNE oder NUR MIT dem Gehör - Gehörlose machen Sport

...und natürlich auch in unserem LEXIKON!

 
   

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